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An die YOU! Helpline im Internet stellen Jugendliche immer wieder Fragen zum Thema Selbstbefriedigung. Manche haben ehrliche Fragen, manche äußern sich eher...
Liebe Jenny!
Ich finde an Selbstbefriedigung nichts Schlechtes. Aber letztens hat mich meine Mama dabei erwischt und mir ziemlich eins drübergezogen. Das war die voll blöde Situation. Aber obwohl ich nicht versteh, was daran so verkehrt sein soll, fühl ich mich irgendwie komisch.
Lisa, 14
Liebe Lisa!
Es hat wenig Sinn, etwas nicht zu tun, nur weil ich es nicht darf. Man muss vom Herzen her verstehen, warum Selbstbefriedigung nicht gut ist. Denn im Letzten kann sie einen eigentlich nicht wirklich befriedigen, so paradox das klingt! Man spürt vielleicht ein tolles Gefühl - ja, für einen kurzen Augenblick, aber dann? Leere... Traurigkeit... Warum? Brutal gesagt: Weil wir uns ein Stück weit selbst angelogen und uns selbst ausgenutzt haben. Und das hinterlässt eine Traurigkeit. Wir haben uns nämlich angelogen, weil wir uns vorgemacht haben, dass unser Leib und unsere Sexualität für uns selbst da wären, und nicht für jemand anderen, den wir lieben.
Dabei zeigt uns das unser Körper ganz deutlich, dass es hier einen ganz anderen – genialen – Plan gibt: Unsere Geschlechtlichkeit, unsere Geschlechtsorgane weisen so stark auf ein Gegenüber hin... Und dann haben wir uns ausgenutzt. Wir haben unseren Leib wie ein materielles Spielzeug benutzt, um ein kurzes Hochgefühl zu erzeugen.
Es tut weh, ausgenutzt zu werden, weil es unsere Würde verletzt. Und es tut noch mehr weh, zugeben zu müssen, dass wir selbst es waren, die wir uns in unserer Würde verletzt haben. Sicher kann man sich immer wieder einreden, dass das nur mich selbst betrifft, dass ich niemanden schade. Aber ein inneres Echo bleibt, das sich nach der Würde und der Liebe sehnt, zu der wir berufen sind. Haben wir die Geduld, uns die Liebe schenken zu lassen, ohne Angst, etwas zu versäumen und sie sich daher „selbst machen“ zu müssen!
Selbstbefriedung wird, psychologisch gesehen, zunehmender dann ein Problem, wenn man sich zu wenig geliebt weiß. Gleichzeitig ist es ein beginnendes Zeichen dafür, dass man sich in sich selbst verschließt. Und es beginnt eine Kreislaufspirale, aus der man nur schwer wieder herauskommt. Ich habe einmal den guten Vergleich gehört, dass unsere Sexualität die ungeheure Kraft einer Rakete besitzt, die uns in unvorstellbare Weiten bringen kann. Was aber passiert, wenn die Rakete umgedreht, auf uns selbst gerichtet wird?
Unsere Sexualität ist die Kraft und Energie, die uns drängt, nicht für mich, sondern für den anderen da zu sein. Nutzen wir diese Kraft in die richtige Richtung! Dann wird die Selbstbefriedigung jede Anziehung von selbst verlieren. Und nur dann werden wir die ungeahnten Weiten unseres Herzens entdecken, welches gelernt hat, immer mehr zu lieben.
Deine Jenny
Hallo Joe!
Ich finde es richtig super, dass du dich mit diesem Thema so intensiv beschäftigst! Ich bin auch sehr oft diesem Drang zur Selbstbefriedigung ausgesetzt und machte es oft, erklärte mir selbst, dass es nichts Schlechtes ist, habe aber im Nachhinein immer ein schlechtes Gewissen. Letztens wollte ich es wieder praktizieren und war vorher aber im Internet und gebe das Wort Selbstbefriedigung ein. Da durfte ich unwillkürlich auf eure Seite stoßen. Das hat mir einiges wieder zu denken gegeben. Danke euch!
Paul, 19
Lieber Paul!
Vielen Dank für dein Feedback! Jeder, der in Selbstbefriedigung drinsteckt, weiß, wie schwierig es ist, davon loszukommen, auch wenn man erfahren hat, dass es im Nachhinein gesehen nicht glücklich macht. Manche meinen sogar, dass es gar nicht möglich ist, ohne Selbstbefriedigung zu leben. Aber ich sage dir eines: Wahre Männer sind auch Herr über ihren Trieb. Es ist nichts unreifer und unmännlicher, als Jungs, die bloß von ihren Hormonen geleitet sind. Ein Mann ist ein Kämpfer. Und er kann siegen. Der Lohn ist eine neue Freiheit! So möchte ich dir noch ein paar Punkte mitgeben, die dir dabei vielleicht helfen können:
1. Entschließe dich von neuem ganz fest, mit Selbstbefriedigung wirklich aufzuhören. Mach keine Kompromisse. Versuche einmal alles zu vermeiden, was dich zur Selbstbefriedigung führt. Aber pass auf, dass es nicht ein Kampf gegen etwas wird. Du kämpfst für die wahre Liebe und nicht so sehr gegen die Selbstbefriedigung. Das heißt, dass du deine Triebe nicht unterdrücken, sondern sie in die richtige Richtung umlenken sollst, indem du dich vermehrt für andere öffnest. Nutze deine Triebe als Antrieb für die Liebe!
2. Wenn es den lieben Gott wirklich gibt, wenn er uns mit unserem ganzen Leib und unserer inneren Sehnsucht nach Liebe erschaffen hat, dann können wir vielleicht verstehen, dass alles letztlich auf die Liebe zu Gott hin abzielt. Auch oder gerade unsere Geschlechtlichkeit drängt uns zu jener unendlichen Liebe, mit der uns nur Gott erfüllen kann. Nur darum zahlt es sich aus, mit der Sexualität nicht einfach beliebig umzugehen, sondern nach der Reinheit zu streben. „Glücklich werden die, die ein reines Herz haben“, sagt Jesus, „denn sie werden Gott schauen“. Gleichzeitig ist es Jesus, der uns ein reines Herz schenkt, wenn wir ihn darum bitten.
So lade ich dich ein, dass du ganz ernsthaft ein Leben mit Gott, mit Jesus wählst. Nimm dir zum Beispiel jeden Tag eine Viertelstunde Zeit, wo du dich in eine Kirche setzt und diese Zeit ganz Gott übergibst. Dort sag ihm alles, was in dir vorgeht und was dich bedrückt. Halte ihm alles hin, vor allem aber dein Herz, damit er es verwandelt. Lass dich von nichts abbringen, diese Gebetszeiten einzuhalten. Es wird immer etwas geben, das wichtiger scheint. Aber mach dieses „Meeting“ mit Ihm zur Nr. 1 in deinem Leben.
3. Auf jeden Fall rate ich dir auch, sehr bald beichten zu gehen. Du musst dem Priester, der stellvertretend für Jesus dort vor dir sitzt, nicht alles ausführlich erzählen, sondern nenne einfach die Sünde beim Namen. Jesus heilt besonders durch die Sakramente. Dort bekommst du ganz besondere Kraft. Und wenn du wieder fallen solltest, steh wieder auf! Jesus ist dreimal unter dem Kreuz gefallen – und er ist wieder aufgestanden. Er soll uns ein Vorbild sein, dass wir nicht zu lange über unser Fallen nachdenken sollten, sondern mutig – und mit Seiner Kraft – wieder aufstehen! Gott vergibt uns Menschen immer, solange wir den Wunsch haben, es wieder besser zu machen. Setz damit auch den Beginn für eine regelmäßige Beichte (z.B. 1x im Monat). Hab keine Angst vor der Beichte. Es ist vielmehr der Ort, wo man ganz real und konkret die Liebe Gottes erfährt.
4. Wenn du dich um die Reinheit bemühst und du immer mehr Herr über deine Triebe wirst, dann tust du das schon für die Frau deines Lebens. Je mehr du dich selbst im positiven Sinn unter Kontrolle hast, umso mehr wirst du in einer zukünftigen Beziehung ein echter Mann für deine Frau sein. Jetzt ist es vielleicht ein Opfer, das du bringst. Aber du tust es für die große Liebe.
Joe
Hallo Jenny und Joe!
Ich bin durch Zufall auf eure Internet-Seite gekommen und war echt schockiert über die Ratschläge, die ihr gebt! Selbstbefriedigung ist ein wichtiger Punkt in der Sexualität des Menschen. Egal ob man in einer Beziehung ist oder single, Selbstbefriedigung gehört einfach dazu, ist normal und okay. Das sollte die Kirche einfach anerkennen. Ich selbst bin kein Christ, glaube auch nicht an Gott, jedoch denke ich, dass man Glauben und das Leben in der modernen Zeit vereinbaren kann! Vielleicht als Abschluss noch ein kleiner Denkanstoß an Joe: Du brauchst mir nicht erzählen, dass du deine Triebe immer unter Kontrolle hast, nicht einmal christlich Glaubende können das! Es ist menschlich. Das ist meine Meinung.
Ronald, 16
Lieber Ronald!
Vor 2000 Jahren ist etwas Unvorstellbares passiert. Die Sehnsucht des Menschen ist Fleisch geworden. Er war wie wir ein ganz normaler Mensch, er hat gegessen, getrunken, er war unterwegs mit seinen Freunden, er hat gearbeitet und sogar geschlafen und doch ging von ihm etwas aus, das schwer in Worte zu fassen ist. Nicht viele haben das bemerkt. Aber wer erkannte ihn? Nicht die Herrscher, nicht die Gelehrten, und auch nicht die „Braven“.
Die Armen, die Kranken, die Verstoßenen, die Zöllner (die Menschen betrogen und ausgebeutet haben) und die Prostituierten. Sie erkannten ihn! Eine neue Welt hat sich für diese Menschen eröffnet! Mit diesen Menschen hat er unsere Kirche, in der wir jetzt leben, begonnen. Er hat mit ihnen gelebt, mit ihren Problemen und Sorgen. Sie konnten mit ihm sprechen, mit ihm lachen, mit ihm schreien, ihn angreifen und bei ihm sein. Und zu einem bestimmten Punkt ist seine Liebe zu diesen Menschen soweit gegangen, dass er für sie sein Leben gegeben hat.
Bemerkst du jetzt, was die Kirche ist?! Es ist weder ein Moralverein aus Übermenschen noch ein verstaubter Apparat in Rom. Die Frage ist nicht: Ist Selbstbefriedigung gesund oder nicht, ist es ethisch korrekt oder nicht, macht es jeder oder keiner. Es ist eine Frage der Liebe. Zum Glück haben wir armen „Zöllner“ die gleiche Möglichkeit wie damals, dieser „neuen Welt“ zu begegnen. Wo? Genau in dieser Kirche! Mit der gleichen Kraft, genau so intensiv und spürbar. Sich selbst in einen Moment des Glücks hochzustimulieren ist eine Sache, aber unser Herz schreit nach mehr. Und diesen Schrei in dir und mir möchte die Kirche ernst nehmen. Das ist meine Meinung.
Joe
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Heute ist der 21. Tag, an dem ich mich hintereinander nicht selbstbefriedigt habe. Ziemlich sicher der “Rekord” in meinem Leben. Zugegebenermassen ist das allerdings nichts im Vergleich zu vielleicht 15 Jahren, in denen ich mich selbst befriedigt habe.
Mein Buchtipp: “Frösche, Prinzen und der Frust mit der Lust” von “Joshua Harris”.
Ich wollte immer damit aufhören, habs aber nie geschafft. Es ist eine Umstellung, die im Kopf passieren muss. Ich bin übrigens wieder Single, d.h. ich habe keinerlei sexuelle Erfahrungen – in welcher Form auch immer – seit diesen 21 Tagen. Es geht wirklich um den Kopf oder sollte ich besser sagen: Um das Herz.
Die ersten Tage war es hart. Immerhin ging es darum ein Verhaltensmuster, das mich seit unzähligen Jahren bestimmte, zu ändern. Und nach wie vor habe ich Versuchungen. Die Frage ist einfach nur wie man damit umgeht. Gibt man den Versuchungen nach?
Ich bin Christ, das möchte ich hier auch erwähnen. Ich lese nun wieder regelmässig in der Bibel. Und es ist einfach nur wunderbar. Einfach neu zu erfahren was Liebe ist. Die Liebe Gottes, die Liebe die wir zu Mitmenschen pflegen sollten als auch die Liebe in einer Partnerschaft.
Stellt euch nur vor ihr habt einen Partner/in, die ausschliesslich seine/ihre Sexualität nur dir schenkt. Physische Treue ist nach wie vor halbwegs verbreitet, d.h. eben nicht fremdzugehen. Aber was ist mit der Treue im Kopf? Mit dieser scheint es im Argen zu liegen und ich kann da auch von meiner Vergangenheit sprechen. Meine Vergangenheit liegt schliesslich erst 3 Wochen zurück.
Es hat sich was in mir verändert. Dennoch gibt es nach wie vor Versuchungen. Aufreizend gekleidete Frauen auf der Strasse, auf Werbeplakaten. All die kurzen Pornovideos die man auf vielen Internetseiten gratis herunterladen kann. Meine Exfreundin, die nicht einfach so aus meinem Gehirn gelöscht ist. Die Frage ist nur, wie gehe ich damit um? Gebe ich diesen Reizen nach? Oder denke ich schnell was anderes. Als Christ kann man kurz zu Gott beten.
Noch ein Punkt diesbezüglich: Liebe deinen nächsten wie dich selbst. Wär es nicht schön wenn deine Partnerin dir auch in Gedanken treu wäre? Das wär doch schön, oder? Ich würde das gerne erleben. Es wäre schön für mich. Und meine Partnerin ist ebenfalls mein “Nächster”. Ich will das gerne erfahren und ich möchte auch, dass sie es erfährt. Sexualität ist ein Teil einer Beziehung. Und streben wir nicht nach Perfektion in allen Teilen einer Beziehung? Vollkommene Perfektion werden wir wohl nie erreichen, das heisst aber nicht, dass wir sie nicht anstreben – oder?
Ich weiss nicht, ob diese “Enthaltsamkeit” leichter in einer Beziehung ist. Man ist verheiratet und hat immer wieder Sex miteinander. Ich weiss nicht, ob es dann einfacher ist und es als Single schwieriger ist. Aber ich bin Single und zumindest für diese 3 Wochen hat es geklappt. Und ich setze mir keine Deadline in der Form, naja, ich “halte mal ein Monat durch” und dann “reagiere ich mich mal ab”. Das wäre vermutlich der falsche Ansatz.
Leider ist es so, dass Sexualität uns Menschen mehr oder weniger beherrscht. Ich habe es selbst erlebt. An und für sich ist Sexualität etwas sehr schönes. Aber es ist die Frage, wie man sie auslebt. Jeder Mensch der Christ ist weiss durch das Lesen der Bibel, wie Gott zur Sexualität steht. Sexualität gehört in den Rahmen einer Ehe. Altmodisch? Ich denke nicht. Ich denke Gottes Plan hat auch heute noch Gültigkeit. Und es gibt Menschen, die ihn leben. Paare, die sich platonisch kennenlernen. Sich verlieben und vergewissern, dass es wahre Liebe ist und nicht nur ein Verliebtsein. Die GEMEINSAM den Versuchungen widerstehen. Heiraten wenn sie sicher sind. Und dann gemeinsam im Rahmen der Ehe wunderschönen Sex haben. Sowas gibts. Und das ist schön.
Bloss die Medien gaukeln uns anderes vor. Das und das ist normal. Man wird von Sex regelrecht überflutet. Natürlich entwickelt sich das Leben auf der Welt weiter, an und für sich nichts schlechtes. Es ist nur die Frage, welche Inhalte sich weiterentwickeln. Sex in vielen Werbungen? Gabs vor wenigen Jahrzehnten in dieser Form nicht. Ist das eine gesunde Entwicklung?
Abschliessend möchte ich diejenigen unter euch ermutigen, die was ändern möchten, den Schritt zu wagen. Es wird euch innerlich befreien.
Einerseits das Christentum, in dem die Liebe mit „Leib und Seele“ gelebt wird. Ein Christ lässt sich in der Liebe mit „Leib und Seele“, mit Körper und Geist auf den Partner ein.
Im Atheismus dagegen fehlt die Seele. Der Mensch wird beherrscht von seinen Trieben und gibt diesen nach. Der Kommentar von marios in diesem Forum bestätigt dies. Zitat: „Bei den Tieren ist Selbstbefriedigung ganz normal“. Dies ist typisch für die „moderne“ atheistische Weltanschauung. Der Mensch stammt darin vom Affen ab, von einem Tier. Deshalb fühlt er sich auch als Tier. Im Atheismus ist der Mensch nur Leib, auf die bloße Materie reduziert. Im christlichen Glauben dagegen wird der Leib durch die Seele, den Geist, die „Vernunft“ ergänzt. Ein vernünftig denkender und handelnder Mensch gibt nicht nur seinen Trieben, seinem Verlangen nach, sondern ist Herr seiner Gefühle. Er kann sich kontrollieren und selbst beherrschen. Selbstbeherrschung ist ein Gegenstück zur Selbstbefriedigung. Die eben angesprochene Vernunft unterscheidet den Menschen vom Tier. So praktiziert der christliche Mensch Liebe mit „Leib und Seele“, die sogenannte Agape.
Die Frage ist nun: Was ist erstrebenswert? Die christliche Liebe mit Leib und Seele, auf einen Partner hin gerichtet, oder die ausschließlich körperliche Liebe, der Eros, das vollkommene beherrscht sein durch den eigenen Trieb? Als Christ entscheide ich mich für Ersteres.
Ein Beispiel hierzu: Bei der Frau von einem Freund von mir gab es bei der ersten Schwangerschaft Komplikationen. Es bestand die Gefahr einer Früh- und damit Todgeburt. Somit war die Frau ½ Jahr im Krankenhaus. Bei der Geburt des zweiten Kindes gab es wieder Komplikationen. Zwar kam das Kind gesund zur Welt, aber die Frau hatte Organversagen, ist ins Koma gefallen und stand bereits auf der Schwelle ins Jenseits. Nach Tagen ist sie aus dem Koma aufgewacht. Ihr Mann konnte in dieser Zeit seine Triebe, die Sexualität, nicht ausleben. Weder während des langen ½ jährlichen Krankenhausaufenthaltes seiner Frau beim ersten Kind, noch beim zweiten Kind, wo seine Frau ins Koma gefallen ist. Er hätte sich nun verhalten können wie ein Tier und seinen Trieben nachgeben können, sich in dieser Zeit selbst befriedigen oder gar auf eine andere Frau sexuell einlassen können. Er handelte nicht pietätlos, sondern wie ein liebender Ehemann. In ihm siegte die „Vernunft“. Er lebte in dieser langen Zeit enthaltsam, betete und sorgte sich um seine Frau. Letztlich ist alles gut gegangen. Frau und Kinder sind gesund.
Dies gelingt allerdings nur, wenn der Mensch lernt, mit seiner Sexualität umzugehen. Am besten gelingt dies in der Jugend, in der Pubertät, denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr, heißt es im Volksmund. Die Pubertät ist eine Art „Reifezeit“. Die Gesellschaft und die Medien machen dies nicht leicht. Sie zeigen andere Wege. Dumm ist danach, wer nicht alles ausprobiert und nicht zügellos all seinen natürlichen Trieben nachgibt. Spaß und Selbstsucht wird groß geschrieben. So wird zwar Kinderpornographie und Vergewaltigung zu Recht verteufelt. Ohne es in irgendeiner Weise auf eine Stufe mit der Selbstbefriedigung stellen zu wollen, haben Menschen, die dies tun, allerdings auch nie gelernt, sich selbst zu beherrschen. Sie werden von ihren Trieben gesteuert, fremdbestimmt.
Ich möchte bei Menschen, die sich selbst befriedigen, keine Schuldgefühle entstehen lassen. Erstrebenswert ist allerdings die hohe Kunst der Liebe mit „Leib und Seele“, die Agape und das Lernen, mit den eigenen Gefühlen und dem eigenen Körper umzugehen. Wer zumindest diesen Weg wagt, lässt sich auf eine lebens- und liebenswertere Liebe ein.
s.: Günter ist Buchautor des Büchleins „Abendland ist abgebrannt!“ (ISBN 978-3-86548-558-8), erschienen im Cornelia-Goethe-Literaturverlag. Das Büchlein enthält christliche und gesellschaftskritische Gedichte. Es ist für nur 6,40 € im Handel erhältlich und eine Werbung für eine christliche Wertekultur. Vielleicht braucht Ihr ein günstiges und schönes Geschenk?
Wenn SB so normal sein soll, warum fühlen sich so viele Menschen körperlich anschließend so innerlich leer und deprimiert, als hätten sie sich selbst betrogen? Weil sie etwas getan haben, was nur in einer richtigen Partnerschaft Sinn und Erfüllung findet.
Man schießt seine “Gefühle” quasi in die Luft. Man gibt, aber man kriegt nichts zurück. Was bleibt ist eine innere Leere und… ...Einsamkeit.
Au revoir. Lukas
Ich versteh immer noch nicht warum das schlecht sein soll… Es bereitet vergnügen…
Ähnlich wie etwa einen Witz zu erzählen, ein paar Bier trinken zu gehen oder Schaufenster Shoppen ;)
Warum sollte man seinem Geschlechtstrieb so nachgeben, wenn man dies auch mit einem Partner viel schöner machen kann… ;o)
eigentlich traurig, was du da von dir gibst…vergleichst dich mit pavianen und alten griechen, meinst die kirche hat sexualität und die frau in den dreck gezogen etc.
ich empfehle dir einmal ernsthaft darüber nachzudenken, was denn den menschen vom tier unterscheidet, ob denn nun blutsaugen auch völlig normal ist, weil das tun die gelsen ja auch, und um wen es denn schließlic bei der sexuellen vereinigung von mann und frau geht: um dich oder deinen partner…
und wenn du keine antworten findest, dann schau doch mal nach, was der papst darüber zu sagen hat. “theologie des leibes” solltest du zumindest gelesen haben, bevor du dich über die kirche aufregst!
Das Selbstbefriedigung “in Mode” ist, stimmt nicht. Immer war Onanie ein natürlicher Teil des Lebens. Nur sieht die heute (zum Glück) recht offene Gesellschaft Selbstbefriedigung nicht als schlimm oder als “Selbstschändung”. Weil die heutige Gesellschaft ist nicht mehr so katholik wie die Kirche es gern hätte. Wo uns Masturbation hinführt? Nirgends – hat es nie und wird es nie. Es ist als würde ich fragen: Wo führt uns Schlafen hin? oder Wo führt uns Essen hin? Denn bei SB wird nur ein Bedürfnis gestillt und nichts, absolut gar nichts wird durch Selbstbefriedigung schlimmer – höchstens besser, denn sie hat viele positiven Effekte (siehe oben)
...Das die Kirche damals Frauen und Sexualität in Dreck gezogen hat ist und bleibt Tatsache. Aber darum gehts nicht, denn hier hat die Kirche wenigsten erste Schritte gemacht, es natürlich zu sehen. Und in Sachen Selbstbefriedigung sollte sie es langsam auch tun! Nur weil ein Papst eine solche (konservative) Ansicht hat, müssen es nicht alle Katholiken haben.
Das du, davidyou, mir hier ein Buch vom Papst empfiehlst, finde ich witzig. Aus meiner Meinung oben müsstest du doch erkannt haben, dass ich nicht sehr viel von der katholischen Kirche und somit auch vom Papst halte.
Ich weiß der Vergleich mit den Tieren passt der katholischen Kirche, die die Ansicht “Die Welt wurde von Gott erschaffen” nicht ins Bild. Gehen wir von Der Evolutionstheorie (die Johannes Paul II neben der Schöpfungstheorie akzeptiert hat! und tausende!!! Studien bestätigen) aus, ist diese Aussage nicht so abwegig – wie du sie behandelst. Aber es zeigt eben wie normal es ist. (Und zum Blutsaugen, der Homo Sapiens ist halt mal die entwickeltste Art aller Formen von Lebewesen. Aber wen wir Fleisch essen ist das was anderes? Geschweige den, das im Fleisch ein geringer bis hoher Prozentteil an Blut drin ist…)
Sollten alte Menschen, deren Partner verstorben sind, nie wieder ein sexuelles, erregendes Erlebnis spüren dürfen? Sollten Jugendliche die noch keine feste Beziehung haben auf Selbstbefriedigung verzichten?
mit lieben grüßen eure weise Frau von Abel-Bet-Maacha
gottes segen
