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08.11.2008

Volleyballstar Agata Mroz

Sieg über den Tod hinaus

Das Leben ihrer Tochter war ihr wichtiger als ihr eigenes Leben.

von Jacek Olszewski, Agatas Ehemann

Sie war ein Superstar in ihrem Heimatland, führte das polnische Volleyball Nationalteam im Jahr 2003 und 2005 bei der Europameisterschaft zum Sieg. Sie starb am 4. Juni 2008 im Alter von 26 Jahren, weil sie sich für ihr Baby entschieden hatte.

Agata Mroz war das Volleyballspielen, so scheint es, als Kind eines Volleyballtrainers bereits angeboren. Bald war sie ein unerlässliches Mitglied im Nationalteam durch ihre unpassierbaren Blocks, die ihr sogar den Spitznamen „die Chinesische Mauer“ einbrachten. Ihr Ruf wurde durch ihre Schönheit, ihre blonden Haaren und ihre 191cm Körpergröße noch vermehrt, da das die Popularität in diversen Zeitungen, Magazinen und Fernsehsendungen mit sich brachte. Sie und ihre Mannschaft wurden die „Golden Girls“ genannt, nachdem sie internationale Goldmedaillen heimgeholt hatten.

In ihrem Team war Agata beliebt. Eine Teamspielerin äußerte sich über ihren Frohsinn folgendermaßen: „Es war unglaublich, welcher Jubel sie erfüllte, wenn sie einen Punkt machte. Bei jedem erfolgreichen Service, Block oder Angriff riss sie die Hände in die Höhe! Diese Geste war ihr „Markenzeichen“, welches mich für immer an sie erinnern wird.“

Auch Trainer Andrzej Niemczyk war von ihrer Art angetan. Er sagte: „Sie war ein wundervolles, ehrliches Mädchen. Eines Abends nach dem Spiel, saß ich mit einem Glas Whisky an der Bar und Agata kam. Sie setzte sich neben mich, nahm meine Hand und sagte: ‚Coach, gehen Sie doch ins Bett, Sie brauchen mehr Schlaf, morgen haben wir wieder zwei Trainingseinheiten.’ So kümmerte sie sich um mich!“

Mit 17 wurde bei ihr die Knochenmarkerkrankung Myelodysplastisches Syndrom diagnostiziert, welche sich zu einer Art Leukämie veränderte. Viele Bluttransfusionen wurden in der ersten Zeit durchgeführt, für welche ihre Fans Schlange standen, um Blut zu spenden. Am 9. Juni 2007 heiratete sie Jacek Olszewski. Ihr gesundheitlicher Zustand verschlechterte sich zu dieser Zeit so dramatisch, dass sie mit dem Sport eine Pause einlegen musste und ihr sogar die Ärzte von einer möglichen Schwangerschaft abrieten. Trotz allem, lebte sie in der Hoffnung, Leben weiterzuschenken, auch wenn sie sterben würde.

Bald darauf wurde sie schwanger, was sie überglücklich machte. „Ich war so glücklich, dass ich erleben konnte, wie es sich anfühlt Mutter zu sein und dass ich meinem Mann etwas Gutes von mir hinterlassen werde“, sagte Agata gegenüber eine Zeitung. Nach einigen Wochen, verschlechterte sich ihr Zustand weiter, und eine Knochenmark-Transplantation wurde „verordnet“. Sie entschied sich aber, mit diesem Eingriff bis nach der Geburt zu warten, da das Kind eventuell gefährdet werden könnte. Das Leben des Kindes war ihr wichtiger.

Am 4. April 2008 gebar sie vorzeitig ihre Tochter Lilliana. Nach der Geburt wurde bald die Transplantation eingeleitet. Trotz ihres starken Willen und das Bemühen der Ärzte starb sie am 4. Juni 2008.

Bei der Beerdigung, zu der Tausende Menschen gekommen waren, predigte Bischof Marian Florczyk, dass Agatas Leben ein Zeugnis für „die Liebe zum Leben ist, die Sehnsucht, ein Kind zu bekommen, Mutter zu werden, und die damit verbundene Liebe zu einem ungeborenen Kind“. Dem fügte er noch hinzu: „Agata ist in eine andere Welt hinübergegangen, in ein anderes Team, zu unserem eigentlichen Trainer“.

„Agata fehlt mir sehr, ich vermisse sie. Aber ich glaube, dass etwas Größeres existiert, etwas Tieferes als das Erdenleben und dass es Agata dort besser geht.“

Quelle: www.catholicpreaching.com

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von: maryjungk
15.12.2008
wahnsinn!! ich glaube kein star würde das tun!!
doch...
von: davidyou
16.12.2008
...sie!
von: Gerda
06.12.2008
total beeindruckent!!!! glg gerda

 

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