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Sport Check
von Dominik Lapka
Eben ist erst die Fußball-Europameisterschaft über die Bühne gegangen, und schon ist das nächste sportliche Großereignis, die Olympiade, Schnee von gestern. Von 8. bis zum 24. August fanden die Olympischen Sommerspiele in China statt und die wenigsten von uns waren wohl live dabei. Aber warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt? Der YOU! Olympiade Guide...
Olympia – wie war das gleich noch mal?
Die Olympischen Spiele der Antike fanden regelmäßig von 776 v. Chr. bis 393 n. Chr. statt. In der Anfangszeit gab es nur einen Wettlauf über die Distanz des Stadions (192,27 Meter). Mit der Zeit stieg die Anzahl der Wettbewerbe auf 20 an, unterteilt in Leichtathletik, Schwerathletik, Pentathlon und Reitwettbewerbe. Als berühmtester Olympionike aller Zeiten galt der Ringer Milon von Kroton.
Nach einer langen Unterbrechung fanden die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit wieder 1896 in Athen statt. Dieses Jahr werden bei den Olympischen Sommerspielen Bewerbe in insgesamt 28 Sportarten abgehalten. Dazu zählen unter anderem Basketball, Boxen, Triathlon, Gewichtheben, Reiten, Softball und Taekwondo.
Paralympics
Immer noch im medialen Schatten der Olympiade stehen die Paralympics. Doch gerade diese Sportler beeindrucken am meisten. Basketball oder Rugby-Spieler im Rollstuhl, einbeinige Radfahrer, Schwimmer ohne Unterarme und Unterschenkel, sehbehinderte Judokas – die Demonstration der Willensstärke jedes einzelnen Sportlers ist ein ungeheurer Antrieb für jeden, der ihnen zuschaut. Jedes mal, wenn ich so einen Sportler sehe, denke ich mir: Ich darf nie wieder jammern!
Thomas Geierspichler, 32-jähriger Salzburger, ist Rennrollstuhlfahrer und holte bei den paralympischen Spielen 2004 in Athen die Goldmedaillie im Rollstuhl-Marathon. Als gläubiger Mensch entnahm er sein Motto aus dem Markus-Evangelium: „Alles ist möglich für den, der glaubt.“ So hat er gelernt, seine körperlichen Voraussetzungen anzunehmen und das Beste daraus zu machen. Die Kraft holt er sich aus seinem Gottvertrauen: „Klar will ich immer noch gerne, dass Gott mich heilt“, kommentiert Thomas Geierspichler auf seiner Website. „Aber das spielt nicht mehr so eine große Rolle. Ich kann auch damit leben, wenn er es nicht tut. Ich bin, wie ich bin. Ich kann halt nicht laufen, aber mit Gottes Hilfe kann ich eine ganze Menge daraus machen. Er hilft mir immer wieder, meine Grenzen zu überwinden.“
Selbst bewegen macht fit...
Egal ob gemütlicher Grillabend oder heiße Sommerparty, ein Hauch von Sportlichkeit darf im Euro- und Olympiajahr nicht fehlen. Wie wär’s also mit einer Olympiade für Zuhaus? Wenn die Preise für die drei Stockerlplätze passen, machen sicher auch alle mit.
Beweglichkeits-Disziplin: Limbo Dance.
Eine Besenstange wird von zwei Olympioniken in einer Höhe von 1,5 Meter waagrecht gehalten. Die Bewerber versuchen, unter der Stande durchzutanzen, wobei der Oberkörper nach hinten gelehnt wird und möglichst parallel zum Boden sein sollte. Tanzen alle Teilnehmer unter der Stange durch, ohne sich mit den Händen abzustützen, wird die Stange um 10 Zentimeter tiefer gehalten. Gewinner ist, wer bis zum Schluss übrig bleibt. Mit Musik von David Hasselhof funktioniert das immer besonders gut...
Geschicklichkeis-Disziplin: Bierbank-Klettern.
Falls ihr eine Bierbank oder etwas Ähnliches zur Hand habt, könnt ihr folgenden Bewerb durchführen: Der Wettkämpfer legt sich auf die Bierbank und versucht, unten durch und auf der anderen Seite wieder hochzuklettern. Natürlich darf dabei der Boden nicht berührt werden. Wer das am schnellsten schafft, ist der Sieger.
Kraft-Disziplin: Liegestütz.
Ganz klassisch. – Wer schafft die meisten Liegestütz? Mädels können natürlich Damen Liegestütz machen, d.h. sie stützen sich mit den Knien ab.
Team-Disziplin: Besenstange hinlegen.
Es werden mindestens zwei Teams gebildet, wobei jedes Team aus mindestens 4 Bewerbern (spannender wird es mit 6 oder mehr) besteht. Die Spieler eines Teams stellen sich in zwei Linien einander gegenüber auf. Auf Schulterhöhe streckt jeder Olympionike den Zeigefinger aus. Die Besenstange wird jetzt auf die Finger gelegt. Ziel der Übung ist, die Besenstange so schnell wie möglich zu Boden zu bringen, ohne dass ein Teamspieler den Kontakt zur Stange verliert. Einmal proben ist erlaubt.
Kraftausdauer-Disziplin: Bleistift Halten.
Alle Teilnehmer nehmen einen Stift in die Hand ihres stärkeren Armes. Auf ein Startsignal heben alle den gestreckten Arm vor sich, bis sich die Hand auf Schulterhöhe befindet. Wer als erster die Hand nicht mehr gestreckt in der Höhe halten kann, scheidet aus. Gewinner ist, wer bis zum Schluss übrig bleibt.
Zähl-System: Pro Disziplin wird eine Wertung aufgestellt, wobei der erste Platz mit 10 Punkten bewertet wird, der zweite mit 5 und der dritte mit 3 Punkten. Gesamtsieger ist derjenige, der nach allen Disziplinen die höchste Punkteanzahl erreicht hat.
China im Brennpunkt der Menschenrechte...
Durch die Olympiade richtet sich der Blick der Weltöffentlichkeit auch auf Chinas Umgang mit Menschenrechten. Angeprangert wird, dass Bürger, vor allem Aktivisten, sowohl in menschenrechtlichen als auch religiösen Bereichen, oft willkürlich und lang ins Gefängnis und Umerziehungslager müssen. Für 68 Delikte wird die Todesstrafe verhängt. Und die Meinungsfreiheit wird drastisch zensuriert. So werden Internetseiten systematisch blockiert und zahlreiche Journalisten eingesperrt.
Man hofft, dass durch die Abhaltung der Olympiade in Peking die Welt auf die Missstände aufmerksam wird und so der Druck auf China steigt, die Menschenrechte vermehrt einzuhalten.
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