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Musik
Mainstream Check
von Andreas Thonhauser
Einer der größten Popstars unserer Zeit: Mit „Kiss like a Rose“ katapultierte sich Seal vor etlichen Jahren in den Olymp der Pop-Interpreten. Obwohl er schon lange nicht mehr einen ähnlich populären Hit zu landen wusste, ist er aus dem Musikbusiness einfach nicht mehr wegzudenken. Mit „System“ kehrt er zurück zu seinen Wurzeln. Diese finden sich allerdings nicht in Balladen – die interpretierte er die vergangenen zehn bis fünfzehn Jahre –, sondern im Disco-Dancefloor. Zu Beginn funktioniert die Übung blendend. „If it`s in my Mind, it`s on my Face“ und „Amazing“ sind beide große Dancefloor Hymnen. Der Rest von „System“ kann da aber nicht mehr mithalten, den Hörer erwarten mittelklassige, weil gewohnte Soul-Pop Songs mit wenig Originalität. Aber weil es sich bei dem Künstler immerhin um Seal handelt, lässt sich das Album recht gut durchhören (Vorsicht ist lediglich beim Duett mit Heidi Klum „Wedding Day“ geboten). Ob „System“ der Karriere des Sängers auf die Sprünge hilft? Zuletzt machte Papa Seal ja eher durch den eleganten Stil von sich reden, mit dem er Kinderwägen zu schieben versteht. Vielleicht klappt das Comeback ja in ein paar Jahren – dann allerdings im Chor mit seinen Kindern statt mit Heidi. |
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