
Popculture
Reality Check
aus: www.opendoors-de.org, 16.10.2008
von: David Schwarzbauer
Hier geht es nicht darum, Entsetzen oder gar Angst zu verbreiten. Hier geht es auch nicht darum, irgendjemanden für das zu verurteilen, was er tut. Hier geht es lediglich darum, über die Situation unserer Mitchristen in einem fernen Land zu berichten und um's Gebet zu bitten. Denn klar, wir können nicht in den Irak fahren und vor Ort den Helden spielen, indem wir den Terroristen die Waffen wegnehmen und ihnen predigen, dass Gott ein Gott der Liebe ist. Wir können was viel wirkungsvolleres tun: uns direkt an Gott wenden und ihn bitten, dass er den Christen Mut und den Verbrechern zu verstehen gebe, dass niemand auf dieser Welt das Recht besitzt, über Leben und Tod von Anderen zu entscheiden.
Unser Gebet wird nicht unerhört bleiben, und Gott wird eingreifen.
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Grad bei solch schwerwiegenden Dingen wie Ermordungen im Namen des einen oder anderen Gottes sollte euch doch irgendwann mal ein Licht aufgehen, dass euer Glaube immer nur darum so erfolgreich war, weil er gekonnt für politische Zwecke instrumentalisiert wird und wurde.
Denkt doch mal ein bisschen eigenständig, das würde euch allen echt gut tun.
Aha. Und glaubst du nicht, dass das die Christen vor Ort auch schon versucht haben? Hört euer Gott nur auf eine gewisse Menge an Gebeten?
Also ehrlich, in so einem Zusammenhang davon zu sprechen, dass Gebete weit wirkungsvoller wären als konkrete Hilfe, ist nicht nur blauäugig, sondern auch fahrlässig.
Genau diese Einstellung ist es ja, die Situationen wie in Mosul gebiert. Schließlich stützen sich die Islamisten dort ja auch nur auf ihren Glauben.
Wieso hört euer Gott nicht darauf? Wie kommt ihr auf die Idee, er würde jetzt damit anfangen, nur weil ihr anfangt für sie zu beten? Ist ihm denn eine Stimme des Geringsten nicht genau so viel wert wie die Stimmen Tausender?
Wirklich, ich würde gern verstehen, woher ihr eure Zuversicht nehmt, gerade jetzt würde EUER Gebet etwas an der Situation dieser Menschen im Irak ändern.
Aber ich glaube schon, dass Gott diesen Christen beisteht, nur macht er dies vielleicht nicht mit Paukenschlag und viel Wirbel, sondern ganz leise, von Außenstehenden unbemerkt. Und eben so, dass er daneben den freien Willen der Terroristen respektiert.
Gottes Wege sind oft schwer zu verstehen und nicht immer schnurgerade. Aber letztendlich weiß er, was für wen gut ist.
Und ja, klar, die Wege des Herrn sind unergründlich. Die faktische Kraft des Normativen.
