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16.10.2008

Irak

Christen willkürlich erschossen

aus: www.opendoors-de.org, 16.10.2008

KELKHEIM, 15. Oktober 2008 – Das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors erreichte ein dringendes Gebetsanliegen von irakischen Christen aus Mosul. Kontaktleute berichteten, dass bewaffnete islamistische Terroristen die Straßen durchstreifen und sich von Passanten ihren Ausweis, ihre ID-Card, zeigen lassen. Auf dem Ausweis ist die Religionszugehörigkeit „Muslim“ oder „Christ“ eingetragen. Weist er den Eintrag „Christ“ auf, wird der Inhaber auf der Stelle durch einen Kopfschuss getötet. Vor fünf Jahren wohnten etwa 300 000 Christen in Mosul, doch sind es heute nur noch 30 000. Panikartig verließen viele die Stadt. Es ist zu befürchten, dass auch der Rest der christlichen Minderheit flüchten wird, wenn diese brutale Gewalt gegen Christen nicht aufhört. Die Christen im Irak sind fast schutzlos der Willkür von Extremisten ausgesetzt. Open Doors ruft dringend weltweit zum Gebet für diese Glaubensgeschwister auf. Vor Kurzem wurde eine mindestens dreijährige Gebets- und Hilfskampagne für Christen in der islamischen Welt gestartet.

YOU! Kommentar...

von: David Schwarzbauer

Hier geht es nicht darum, Entsetzen oder gar Angst zu verbreiten. Hier geht es auch nicht darum, irgendjemanden für das zu verurteilen, was er tut. Hier geht es lediglich darum, über die Situation unserer Mitchristen in einem fernen Land zu berichten und um's Gebet zu bitten. Denn klar, wir können nicht in den Irak fahren und vor Ort den Helden spielen, indem wir den Terroristen die Waffen wegnehmen und ihnen predigen, dass Gott ein Gott der Liebe ist. Wir können was viel wirkungsvolleres tun: uns direkt an Gott wenden und ihn bitten, dass er den Christen Mut und den Verbrechern zu verstehen gebe, dass niemand auf dieser Welt das Recht besitzt, über Leben und Tod von Anderen zu entscheiden.

Unser Gebet wird nicht unerhört bleiben, und Gott wird eingreifen.

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ein anderer Aspekt
von: manu
24.10.2008
Wenn wir an Gott glauben, muss uns bewußt sein, dass wenn es Gott gibt (der ja gut ist) es auch das Böse gibt. Der Mensch ist der, der sich frei für für eine seite entscheiden kann. Da würde ich jetzt keine Religion schuldig machen. In diesem Fall sehe ich den Islam als Schutzschild oder als Logo. Ich bin der Überzeugung dass durch das Gebet, Gott durch seine Gnade (die für uns ungreifbar ist), den Einfluß des Bösen beschrenken kann. Gebet ist die Methode Gott freie Hand zu geben, Liebe drängt sich ja nicht auf. Deshalb, mehr Gebet, mehr Möglichkeiten für Gott einzugreifen.
Also echt,
von: davidhume
04.11.2008
Ich find das irgendwie ganz schön traurig und auch irgendwie beängstigend.

Grad bei solch schwerwiegenden Dingen wie Ermordungen im Namen des einen oder anderen Gottes sollte euch doch irgendwann mal ein Licht aufgehen, dass euer Glaube immer nur darum so erfolgreich war, weil er gekonnt für politische Zwecke instrumentalisiert wird und wurde.

Denkt doch mal ein bisschen eigenständig, das würde euch allen echt gut tun.

Wahnsinn
von: davidhume
21.10.2008
“Wir können was viel wirkungsvolleres tun: uns direkt an Gott wenden und ihn bitten, dass er den Christen Mut und den Verbrechern zu verstehen gebe, dass niemand auf dieser Welt das Recht besitzt, über Leben und Tod von Anderen zu entscheiden.”

Aha. Und glaubst du nicht, dass das die Christen vor Ort auch schon versucht haben? Hört euer Gott nur auf eine gewisse Menge an Gebeten?

Also ehrlich, in so einem Zusammenhang davon zu sprechen, dass Gebete weit wirkungsvoller wären als konkrete Hilfe, ist nicht nur blauäugig, sondern auch fahrlässig.

Genau diese Einstellung ist es ja, die Situationen wie in Mosul gebiert. Schließlich stützen sich die Islamisten dort ja auch nur auf ihren Glauben.

jfreak
von: jfreak
21.10.2008
also würdest du als christ lieber zu den terroristen gehen und sagen: ” Hey hör auf meine Glaubensgeschwister zu erschießen!” Meiner Meinung nach ist das viel blauäugiger als, meinen ALLMÄCHTIGEN Papa, von dem ich weiß, dass er mich auf jeden Fall erhört, zu bitten. Allerdings kann ich auch verstehen, dass es ziemlich unwahrscheinlich erscheinen muss, wenn man noch nie Gottes Liebe und Macht erfahren hat. In dem Fall kann ich dich nur herzlich einladen, in einem Punkt mal ganz auf ihn zu vertrauen, ihm freie Hand zu lassen und irgendeine Sorge ganz ihm zu übergeben oder gleich dein ganzes Leben und mal zu schauen was passiert! Ich durfte auch diese Weise wunderbare Sachen in meinem Leben sehen! bb, jfreak
Sorry, David, aber du reißt den Satz aus seinem Zusammenhang.
von: -Maria-
25.10.2008
Hier geht es nicht darum, dass Gebet besser als direkte Hilfe ist, das glaube ich auch nicht, wenn man auf direktem Weg sinnvoll helfen kann, ist das immer am besten, aber David schreibt ja zuvor, dass wir das nicht so einfach können. Wenn man dagegen überhaupt etwas tun kann, außer zu beten, dann muss das sehr überlegt sein und auch von vielen Menschen kommen. Eine Privatperson alleine kann hier praktisch nichts bewirken. Außer eben mit Gottes Hilfe durchs Gebet.
@Maria @jfreak
von: davidhume
25.10.2008
Mir tun ja die armen Christen im Irak leid, die sich wahrscheinlich tagtäglich das Gleiche denken wir ihr. Die jeden Tag ihren mächtigen Gott, ihren Papa, darum bitten er möge ihnen dich endlich beistehen.

Wieso hört euer Gott nicht darauf? Wie kommt ihr auf die Idee, er würde jetzt damit anfangen, nur weil ihr anfangt für sie zu beten? Ist ihm denn eine Stimme des Geringsten nicht genau so viel wert wie die Stimmen Tausender?

Wirklich, ich würde gern verstehen, woher ihr eure Zuversicht nehmt, gerade jetzt würde EUER Gebet etwas an der Situation dieser Menschen im Irak ändern.

...
von: -Maria-
25.10.2008
Dein Einwand, ob die Stimme des Geringsten für Gott nicht genauso viel wert ist, wie die Stimmen von vielen, ist berechtigt. Ich weiß selber keine Antwort darauf. Vielleicht wollen wir nur beten, damit wir das Gefühl haben, irgendetwas zu tun, nicht komplett hilflos zusehen zu müssen, wie anderen Menschen Unrecht geschieht, denn ich glaube, dass ist eines der schlimmsten Gefühle.

Aber ich glaube schon, dass Gott diesen Christen beisteht, nur macht er dies vielleicht nicht mit Paukenschlag und viel Wirbel, sondern ganz leise, von Außenstehenden unbemerkt. Und eben so, dass er daneben den freien Willen der Terroristen respektiert.

Gottes Wege sind oft schwer zu verstehen und nicht immer schnurgerade. Aber letztendlich weiß er, was für wen gut ist.

@Maria
von: davidhume
26.10.2008
Gut, damit hast du ja quasi schon zugegeben, dass es beim Gebet nur darum geht, dass DU dich besser fühlst. Ändern an der Situation wird es nichts.

Und ja, klar, die Wege des Herrn sind unergründlich. Die faktische Kraft des Normativen.

krass
von: jfreak
19.10.2008
wow, ich bin etwas von dieser brutalität geschockt und wunder mich, dass sowas nicht im fernsehen und in allen zeitungen kommt! aber ich weiß das fürbitte echt mächtig ist und deswegen werd ich´s an unser fürbittteam in benediktbeuern und meinen gebetskreis weiterleiten, damit wir auf jeden fall dafür beten! our god is awesome!
Bruder Andrew
von: jfreak
29.10.2008
also ich hab mal bei opendoors auf die seite geschaut und gesehen, dass es sich um eine organisation handelt, die über verfolgte christen informiert, praktisch hilft und dabei stark aufs gebet setzt. der gründer bruder andrew, ein evangelischer niederländer, hat schon zur zeit des kommunismus bibeln in die UdSSR geschmuggelt und ist, laut meiner Freundin, die seine Biographie gelesen hat, eine sehr interessante Persönlichkeit. also wenn ich mein Leben riskieren und dabei auf Gott vertrauen und an die Wirksamkeit von Gebet glauben würde, dann hätte ich es sofort aufgeben, wenn es nicht wahr wäre! Bruder Andrew scheint des aber schon längere Zeit mit Erfolg zu machen (er ist inzwischen schon über 80) und vertraut immer noch auf Gott und dass er die Gebete erhört. Also entweder er ist blöd oder es stimmt einfach. Ich zumindest hab erlebt, dass Gott mich in schwierigen Zeiten nicht im Stich lässt und mein Gebet nicht ungehört bleibt. Das liegt nicht daran, dass ich so toll bete, sondern weil Gott einfach allmächtig ist und uns als seine Kinder angenommen hat.

 

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