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Medjugorje
Es ranken sich ja viele Geschichten und auch Gerüchte um den bosnischen Wallfahrtsort. Wir haben für euch die wichtigsten Fakten zusammengetragen.
>> Medjugorje ist ein Dorf in Bosnien-Herzegowina, nicht weit der kroatischen Grenze, wo seit dem Abend des 24. Juni 1981 bis heute täglich die Muttergottes erscheinen soll.
>> Die sechs sogenannten „Seher“ waren damals Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren. Heute nach 27 Jahren sollen drei von ihnen die Muttergottes noch täglich sehen, die anderen drei nur mehr einmal im Jahr.
>> Seit damals versammeln sich jährlich Millionen Pilger, um den Aufruf der Muttergottes zu Gebet, Beichte, Heiliger Messe, Fasten und Bibellesen ernst zu nehmen. Medjugorje wurde so zu einem großen Ort des Gebets und der Umkehr, wie unzählige Menschen berichten.
>> Jeden 25. des Monats wird eine spezielle einfache und kurze Botschaft der Muttergottes veröffentlicht. Die Botschaft vom 25. Juli 2008 lautet zum Beispiel: „Liebe Kinder! In dieser Zeit, wo ihr an die körperliche Erholung denkt, rufe ich euch zur Bekehrung auf. Betet und arbeitet so, dass euer Herz sich nach Gott dem Schöpfer sehne, der die wahre Erholung eurer Seele und eures Körpers ist. Er möge euch Sein Angesicht offenbaren und Er möge euch Seinen Frieden geben. Ich bin bei euch und halte Fürsprache vor Gott für jeden von Euch. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
>> Bis jetzt hat die Kirche noch kein endgültiges Urteil über die Erscheinungen getroffen. Derzeit wird vom Vatikan eine neue Kommission gebildet, die die Ereignisse weiter untersuchen soll. Laut des ehemaligen Vatikansprechers kann „jeder nach Medjugorje gehen, wie er will, solange dort keine Irrtümer festgestellt werden.“
Medizinische Untersuchungen bei den Sehern
Erstmals in der Geschichte von Erscheinungen war es möglich, dass umfassende medizinische, psychologische und sonstige wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt wurden. Die Untersuchungen, einmal im Jahr 1984 und einmal im Jahr 2005, kamen jeweils zu dem Schluss, dass bei den Sehern keine Art von psychischer Krankheit, keine Halluzinationen, Hysterie oder Neurosen vorliegen.
Interessanterweise waren die Seher bei Tests während der Erscheinung auf verschiedene Schmerzreize, wie Licht oder Geräusch, schmerzunempfindlich. Es wurde auch untersucht, warum die Seher bei den Erscheinungen nicht zu hören sind, obwohl sich ihre Lippen ganz normal weiter bewegen. Man kam zu der Erkenntnis, dass die Muskeln im Rachenraum unvermutet zum Stillstand kommen. Untersuchungen an den Augen ergaben, dass diese sich auf die Zehntelsekunde genau, ohne ein äußeres Zeichen, plötzlich auf einen bestimmten gemeinsamen Punkt im Raum richten, wo sonst nichts zu sehen ist.
Der Bericht von Professor Joyeux schließt mit folgender Aussage:
„Das Phänomen ist wissenschaftlich nicht erklärbar... Die Seher von Medjugorje sind keine Aussteiger oder Träumer, noch sind sie müde oder ängstlich; sie sind frei und glücklich, in ihrem Land und der modernen Welt beheimatet... Die Ekstasen sind nicht pathologisch, noch gibt es Hinweise auf Täuschung. Keine wissenschaftliche Disziplin scheint in der Lage, dieses Phänomen zu beschreiben. Wir neigen dazu, sie als aktives, intensives Gebet zu betrachten, das teils getrennt von der Außenwelt vor sich geht. Es mag sich um einen Zustand der Kontemplation mit einer Person handeln, die nur sie sehen, hören und berühren können.“ (Quelle: Laurentin, Joyeux „Medizinische Untersuchungen in Medjugorje“

Der nahe gelegene Wasserfall bietet immer ein besonderes Erlebnis.

Medjugorje ist ein regelmäßiges Wallfahrtsziel für viele Jugendliche geworden.
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