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Mein Traummann
von Michael Cech
Echte Männer sind stark. Echte Männer sind mutig. Echte Männer kennen keinen Schmerz. Auch wenn ab und zu manchen Stimmen heute meinen, diese Eigenschaften wären bloß durch die Erziehung aufgesetzt und die männliche Spezies müsste viel mehr butterweich sein, gefühlsbetont und ständig weinen können, so wirst du mit mir dennoch darin übereinstimmen, dass Brad Pitt als ein Jesse James besser ankommt als der Feigling Robert Ford im gleichnamigen Film.
Was macht also einen echten Mann aus? Wie kannst du Stärke, Tapferkeit und Furchtlosigkeit üben, ohne dass du dabei jedoch zu einem Macho mutierst? Manche behaupten, die Männlichkeit stecke zurzeit in einer großen Krise. Aber es ist ja auch gar nicht so leicht die Balance zwischen Macho und Softie zu finden. Denn der Ritter mit seinen Tugenden ist schon lange von der Bildfläche verschwunden. Dabei würden so viele Prinzessinnen auf dich warten, glaube mir!
Bevor wir uns daran machen, tiefer in die Materie einzudringen, müssen wir vorweg etwas klarstellen: Mannsein und Tugenden wie ein Ritter zu haben, hat nichts mit Brav-Sein zu tun! Tugenden sind das Gegenteil von einem langweiligen Durchschnittsdasein. Du musst zwar nicht gleich ein Räuber wie Jesse James sein, aber wenn du Mann sein willst, dann wehre dich gegen ein biederes, braves Dahinleben. Jesus war auch nicht brav. Denn er hatte einen großen Plan für sein Leben, mit dem er bei der Masse so ziemlich angeeckt ist. Du weißt, wie die Sache geendet hat. (Wir werden übrigens sehen, dass Jesus noch viel mehr Mann war, als Jesse Brad Pitt.)
Echte Männer sind mutig
Schauen wir uns nun ein paar Eigenschaften an, die ganz nützlich für uns sein können. Der Mut oder die Tapferkeit ist zum Beispiel eine Tugend, welche einem Mann nicht fehlen darf. Ein Feigling genannt zu werden, ist ja wohl das Schlimmste, was einem passieren kann. Und wahrscheinlich wird keiner von uns die Schwierigkeit haben, von einer Brücke sieben Meter ins Wasser zu springen oder eine steile Piste mit dem Snowboard zu wagen, hingegen schon schwieriger wird es dann, wenn es darum geht, den Mund aufzumachen, wenn die Freunde eine Sache nicht so cool finden. Wer traut sich zum Beispiel zu sagen: „Nein, ich kann am Sonntagvormittag nicht, weißt du, ich geh in die Messe...“ Aber wenn ich dir ein Geheimnis verraten darf: Mädchen stehen viel mehr auf Jungs, die den Mut haben, gegen den Strom zu schwimmen und bei ihrer Überzeugung zu bleiben, als auf solche, die ihren Mut nur mit waghalsigen Dingen beweisen müssen.
Echte Männer zeigen Einsatz
Zum Mut gehört auch, dass du als Mann Dinge planst und unternimmst. Natürlich brauchst du dazu erstmal ein bestimmtes Ziel. Was willst du in deinem Leben erreichen? Oder auch nur im nächsten Jahr? Wo sind die Männer, die um den halben Weltball ziehen, um ihr Ziel zu finden? Sattle auch du endlich dein Pferd! Bleib nicht zuhause vor dem Fernseher sitzen. Denn die Schlacht des Lebens wird draußen geschlagen. Wie schwer ist es heute, Jungs zu finden, die einfach sagen: „Ok, ich bin dabei! Bis zum letzten Atemzug, setze ich mich ein.“ Glaube mir, in jeder Pfarre oder Gemeinschaft gibt es genug Möglichkeiten, dich einzusetzen. Aber zeige deinen Einsatz nicht nur, wenn es dir passt, sondern so, wie es notwendig ist, um das gesetzte Ziel zu erreichen.
Echte Männer sind stark
Ja, das soll auch noch einmal gesagt sein dürfen! Sei stark – äußerlich und innerlich! Das erstere fällt uns dabei meist wieder einmal leichter. Aber es gibt auch welche, die meinen, das Äußerliche sei völlig unwichtig. Doch ein gut trainierter Körper sieht nicht nur besser aus, er trägt auch zum Wohlbefinden bei und hält im Kampf um die innere Stärke einfach mehr aus. Und wirklich innerlich stark sind nur wenige. Wie oft machen wir in Dingen einen Rückzieher, wenn mal etwas nicht so gut läuft, und bleiben nicht bei dem, wozu wir uns entschlossen haben. Innerlich stark sein, bedeutet, dort treu zu bleiben, wo alles gegen uns zu laufen scheint. Ruhig zu bleiben, wenn die Freundin vielleicht einmal Stress macht. Nicht aufzugeben, wenn etwas nicht so klappt, wie wir uns das vorgestellt haben. Bei der Wahrheit zu bleiben, auch wenn alle mal eine ganz andere Meinung haben, als man selbst. Am stärksten sind aber wohl die Männer, die sich selbst unter Kontrolle haben. Das geht von ihrem Hang, schnell zornig werden, bis hin zu ihrer Sexualität. Und für diese Dinge braucht es ein inneres Training, eben ähnlich wie fürs Bodybuilding. Und die Fitnesskammer dazu heißt übrigens „Beichtstuhl“...
Echte Männer leben Gerechtigkeit
Bei all diesen Dingen, kann man natürlich auch übertreiben. Mut kann zu Übermut werden. Einsatz für die falsche Sache kann Schlimmes anrichten. Und Stärke kann zu Sturheit ausarten. Somit braucht es für den echten Mann noch die Tugend der Gerechtigkeit, die uns zeigt, wo und wie wir unsere Stärken einsetzen sollen. Der gerechte Mann anerkennt, dass es ein „Recht“ gibt, das für jeden Menschen in gleicher Weise gilt bzw. welches jeder Mensch in gleicher Weise besitzt. Im Überlebenskampf des Alltags, wo besonders wir Männer die Neigung haben, uns ständig behaupten zu müssen, und oft der Stärkere den Schwächeren ausnutzt, ist die Gerechtigkeit etwas, was über allem stehen muss. Und wirklich drüber steht die Gerechtigkeit nur, wenn sie sich auf Gott hin ausrichtet. Denn alles andere wäre nur eine selbsterdachte Gerechtigkeit, die natürlich für jeden anders aussehen könnte. Wonach richtest du eigentlich deine Gerechtigkeit aus?
Echte Männer lieben kompromisslos
Ich weiß, wir Männer sprechen nicht gern über die Liebe. Wir wollen ja auch nicht als Kuschelsofties abgestempelt werden. Aber der heilige Paulus, der sicher alles andere als ein Softie war (nachzulesen in der Apostelgeschichte), schreibt, dass alles, auch jede Gerechtigkeit, keinen Sinn hat, wenn die Liebe fehlt. Denn dann wird alles hart. Eben lieblos. Wir müssen nur begreifen, dass Liebe weit mehr ist als Kuschelbär, Kerzenschein und ein romantischer Urlaub. Der heilige Paulus sagt: „Ihr Männer liebt, so wie Christus geliebt hat!“ Und die Liebe Christi war eine kompromisslose, eben bis zum Tod. Es war Hingabe total. Sich für die anderen hinzugeben, das ist nicht zuerst Softie-Romantik oder ein nettes Beisammensein, sondern ein Urteil und eine Entscheidung. Konkret heißt das, sich selbst zurücknehmen zu können, um zuerst an den anderen zu denken als an sich. Für so eine Liebe, brauchst du in der Tat all deinen Mut, deine Einsatzbereitschaft und deine männliche Stärke. Wer wie ein Mann liebt, wird aber auch nie in Gefahr laufen, ein Macho zu werden, denn Macho ist nur der, der sich eben selbst nicht zurücknehmen kann. Dein Ideal ist hingegen Christus, dessen einziges Ziel es war, durch seine kompromisslose Liebe die Welt zu retten. Er ist dein Vorbild, lerne von ihm, denn wir brauchen heute echte Männer, die kompromisslos lieben.
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Also das sagt zumindest mal Herbi Grönemeyer zum Thema Männer in seinem Lied am Anfang… Tja… Ich glaube, dass sinnloses Machogehabe nicht das wahre ist… Man macht damit mehr kaputt als man(n) glaubt! Es ist nichts falsches daran seine Gefühle zu zeigen.
Ich glaub der Artikel hats ganz gut gezeigt, dass Männer durchaus in der Lage sind kompromisslos zu lieben und, dass wir gerade diese kompromisslose Liebe ganz dringend brauchen! Zu dieser Liebe gehört eben, dass man sich selbst NICHT in den Mittelpunkt stellt sondern andere! Machogehabe ist sicher eine Form von Egoismus denk ich mal, und ist nicht zielführend wenn es darum geht, zwischenmenschliche Beziehungen zu fördern!
Also, deshalb: schluss mit Macho (wie ihn Rainhard Fendrich vor Jahren mal besungen hat) und traut euch wie Christus bedingungslos, aufrichtig und kompromisslos zu lieben, dann lauft man(n) sicher nicht Gefahr als Macho abgestempelt zu werden! ;-)
